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Journalismus |
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BEITRÄGE Einige Beiträge von deutschen, russischen, amerikanischen usw. MedienrepräsentantInnen, ForscherInnen über Journalistik, Massenmedien, Pressefreiheit und Journalismus überhaupt.
Harald Heuer
Standards des NachrichtenjournalismusIn den westlichen Demokratien wird die Nachricht nach dem Standard der "objektiven Berichterstattung" formuliert. Da Nachrichten von Individuen subjektiv aufgenommen und vermittelt werden, kann man sich dem Ziel "Objektivität" nur nähern, es aber nie erreichen. Um ein hohes Maß an journalistischer Glaubwürdigkeit zu erzielen, bemühen sich die Redakteure um eine möglichst unparteiische und faktenorientierte Darstellung des Ereignisses. Eine gezielte Wertung durch den Journalisten hat in der Nachricht nichts zu suchen. Seine Meinung ist im Kommentar gefragt. Nachrichten können in letzter Konsequenz die Wahrheit nicht abbilden. Von Journalisten wird aber ein Maximum an Genauigkeit, von der Beschreibung des Ereignisablaufes bis zur exakten Nennung von Namen, Daten und Terminen erwartet. Wesentlich ist auch die Transparenz der Nachrichtengebung. Das heißt, der Leser muß die Pro- und Contra-Argumente zu einem Ereignis oder einem Sachverhalt aus dem Artikel entnehmen können. Wenn der Journalist nicht aus eigener Anschauung berichten kann, muß er seine Quellen im Text nennen. Auch wenn die Informationsquelle noch so seriös erscheint, ist er nicht von der Pflicht entbunden, die Informationen durch Gegenrecherche auf ihre Exaktheit zu überprüfen, oder, wenn dies nicht möglich ist, die Quelle exakt zu nennen. Hat er Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Informationen oder an der Informationsquelle, muß er entweder auf die Daten verzichten oder in seinem Artikel die Fakten für die Zweifel darlegen. Als Nachrichten werden erst einmal alle Mitteilungen verstanden, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind, sich also von dem 'Normalen' unterscheiden (nach Weischenberg, 1988). Bei dieser Definition stellen sich u.a. folgende Fragen: Wer ist die Öffentlichkeit und welche Interessen hat diese? Die "taz" hat eine andere Leserstruktur und andere Bewertungskriterien als die "Welt" oder die Lokalredaktion einer regionalen Tageszeitung. Deshalb nur einige unvollständige Anmerkungen dazu: Wichtig für
das Aufgreifen von Nachrichten, ihre journalistische Umsetzung und die
Plazierung auf der Zeitungsseite sind:
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