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Journalismus |
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BEITRÄGE Einige Beiträge von deutschen, russischen, amerikanischen usw. MedienrepräsentantInnen, ForscherInnen über Journalistik, Massenmedien, Pressefreiheit und Journalismus überhaupt. Wenn sie meinen, dass gegen Urheberrecht verstoßen wurde, melden mir ab sofort: admin@mediasprut.ru !!! 2002 - Interview & UmfrageDie DarstellungsformIm Journalismus gehört der Begriff "Interview" zu zwei ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Zum einen ist das Interview ein Bestandteil der Recherche. Jeder Gespräch mit einem Informanten kann als Interview bezeichnet werden. Zum zweiten ist das Interview aber auch eine Darstellungsform, mit der man Inhalte transportieren kann. Mit den Besonderheiten, ein Interview zu Papier zu bringen, beschäftigt sich dieser Text. Zwei FormenAuch innerhalb der Darstellungsform "Interview" unterscheidet man zwei Formen: Das gebundene und das freie Interview. Jeder dieser Formen hat ihre Vorteile und Nachteile und man sollte sich im Voraus überlegen, welche man anwenden will, um beim Gespräch auf die richtige Details achten zu können. Das klassische InterviewDie klassische Form, das gebundene Interview, ist leicht zu erkennen
und die bekannteste Art der Darstellung eines Gesprächs. Sie besticht
durch ein klares Frage-Antwort-Spiel: Der Journalist schreibt seine Frage
nieder und gibt die Antwort des Gesprächspartners wieder. Die Interview-StoryDie freie Form des Interviews, die In-terview-Story, eignet sich besonders, um Menschen vorzustellen. Dazu wird der Artikel im Fließtext geschrieben, er besteht jedoch zum Großteil aus Zitaten des Befragten. Die Fragen des Journalisten tauchen dagegen nicht mehr im Text auf. Statt dessen gibt diese Form die Möglichkeit, den Interviewten und die Gesprächsatmosphäre zu beschreiben. Ist die Person nervös, wie sieht der Schreibtisch aus, welche Gesten benutzt er? Diese Fragen, die ebensoviel über eine Person aussagen, gehen in der klassischen Form unter, können hier jedoch herausgearbeitet werden. Eine solche Interview-Story ähnelt deshalb eher einem Fernseh-Portrait der Person. Wichtig ist es, mit sehr vielen Zitaten zu arbeiten, um den Interview-Charakter zu erhalten. Die VorbereitungAuf ein Interview sollte man sich be-sonders gut vorbereiten. Das bedeutet mehr zu tun, also sich nur die Fragen zu notieren. Im Idealfall weiß man alles, was man den Gesprächspartner fragen will, zumindest als Gerücht, bereits aus anderen Quellen. Man muß sich also schon im Vorfeld gut über das Thema oder die Person informieren. Nur StichwortgeberIm Interview tritt der Journalist dann nur noch als Stichwortgeber auf, der das Gegenüber erzählen läßt. Kurze und genaue Fragen sind ebenso wichtig, wie das Nachfragen zu interessanten Aussagen. Genau hier ist es dann wichtig, schon viel über das Thema oder die Person zu wissen, um die richtigen Fragen, auch spontan, stellen zu können. Die TechnikEin Interview sollte ungezwungen ablaufen. Am besten unterhält man
sich kurz ganz banal mit dem Gesprächspartner, bevor man zu Papier
und Aufnahmegerät greift. Das lockert die Situation auf und führt
damit auch zu besseren Aussagen. Die UmfrageDie klassische Zeitungsumfrage ist eine Sonderfall des Interviews. Im Gegensatz zum Recherche-Mittel der Umfrage oder der wissenschaftlichen Form, fragt man für die Zeitungsumfrage nur 10 bis 15 Leute, deren Antworten dann gekürzt, aber wörtlich niedergeschrieben werden, meist zusammen mit einem Foto der Befragten. Aus Platzgründen greift man dann oft auch nur etwas fünf Personen heraus, deren Antworten das Meinungsspektrum am besten wiedergeben. Allgemeine, repräsentative Zahlen, sollte man sich zusätzlich von den Stellen besorgen, die wissenschaftliche Umfragen zu ihrem Geschäft gemacht haben, oder über diese Zahlen verfügen, wie z.B. die Statistischen Ämter oder Pressestellen. |
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